Block von Maike


Ein Kommentar zu Hashtag #meinutopia bei Twitter

Seit heute morgen kursiert bei Twitter der Hashtag #meinutopia auf Twitter unter dem die Leute „Ihre“ bessere Welt in wenigen Zeichen beschreiben.

Da kann man mal die Gedanken spielen lassen und seine Träume und Wünsche für kurze Zeit wahr werden lassen.

Doch was wäre wenn es wirklich so kommen würde. Wenn diese Träume und Wünsche in Erfüllung gehen. Man kann nicht in die Zukunft reisen, jedoch kann man sich eventuell ausmalen wie es sein wird. Dies funktioniert einerseits indem man in die Vergangenheit blickt – immer recht hilfreich wenn es um den Rechtspopulismus und andere extreme Gruppierungen geht – aber dies ist hier nicht gerade sehr hilfreich, denn eine solche Welt gab es noch nicht. Man muss demzufolge etwas anderes machen um „in die Zukunft zu blicken“


Hier kann man auf die Glücksforschung zurückgreifen.

Wann ein Mensch glücklich ist bei jedem unterschiedlich. Aber eines kann man für alle gleich sagen: Jeder strebt nach etwas und dieses streben auf ein Ziel bedeutet Glück!


Wollen wir wirklich alle glücklich sein? Wann sind wir glücklich? Das ist eine Frage, die man nicht ganz einfach beantworten kann. Auf jeden Fall brauch der Mensch immer ein Ziel vor Augen um glücklich zu sein. Auf dies steuert er zu, arbeitet er hin, hinarbeitet oder verfolgt es einfach nur. Dies können unterschiedliche Ziele sein.

Jeder hat unterschiedliche Ziele. Ganz persönliche Ziele, bei denen es an einem selbst liegt sie zu erfüllen und Ziele bei denen man mit anderen zusammenarbeiten muss um diese zu erreichen – bspw. soziale Projekte.


Was ist aber nun, wenn in dieser utopischen Welt alles perfekt wäre – so wie es in vielen Tweets mit dem Hashtag gefordert wird. Was wäre dann?

Man hätte keine Ziele mehr im Leben die man erreichen kann. Da schließlich alles „perfekt“ ist und alle glücklich sind, da sie ihre Ziele erreicht haben. Bloß welche Ziele haben wir dann um glücklich zu sein Genau! Gar keine!! Man hätte das Gefühl man bewege sich in einem Raum ohne Anfang und Ende. Wo soll man hin, in welche Richtung soll man gehen und wieso lohnt es sich noch zu arbeiten / etwas zu machen, da man eh alles erreicht hat.

Es fällt schwer sich dies vorzustellen, aber ein derartiger Zustand würde für alle das Ende bedeuten.


Man ist einfach nicht mehr glücklich und würde sich wünschen das alles so „schlecht“ wird wie vorher, denn – so hart es auch klingt – der Mensch schöpft Kraft aus dem Leid des anderen.

15.12.16 15:30

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Daniel (16.12.16 00:30)
Eine perfekte Welt, welche uns sozusagen unglücklich macht kann und wird es nicht geben. Das ist nicht in der Biologie angelegt. Der erste Schritt ist es natürlich einen gleichmäßigen Wohlstand zu schaffen.Oder sagen wir: Lebensumstände in denen kein Mensch mehr Angst um seine Existenz haben muss. Daraufhin würde erstmal ein riesiges Potential in der Weltneugestaltung entfaltet werden. Das betrifft vor allem Umweltschutz, Bildungssysteme, Wissenschaft etc. Es wird viele kulturelle Neuentwicklungen geben, was eine neue Vielfalt schafft. Außerdem natürlich auch eine exzersive Neuaufarbeitung der Geschichte. Dann wird man Technologien die uns völlig neue Möglichkeiten bringen werden, unter anderem die Reise zu anderen Planeten wie den Mars und deren Besiedlung.

Etwas was uns stets vorantrieb und unsere Rasse auf neue Evolutionsstufen brachte war die Neugier nach Erkenntnis, das Streben nach Erfüllung und das Bedürfnis nach Liebe in vielerlei Formen. Und das wird uns auch in einer besseren Welt nicht abhanden kommen. Wird sich durch den Verlust der Existenzangst wohl eher intensivieren.

Man sollte nicht der Illusion erliegen, dass wir bereits alles wissen, alles verstehen oder es auch nur könnten. Oder das unsere Wahrnehmung von der Welt ein Absoluter sei. Wir stehen noch sehr weit am Anfang unserer Entwicklung.

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